German press

Bono: Faszination pur
Grenzgänger zwischen Klassik und Improvisation

Ist der Poet oder Berserker? Vermutlich ist Jacques Bono beides, denn wenn er seinem E-Bass eine geschmeidige Cellosuite von Johann Sebastian Bach entlockt und das Instrument im nächsten Moment mit halsbrecherischen Riffs malträtiert, dann offenbaren sich Zartheit und ungestüme Wildheit zugleich. Bei seinem Solo-Auftritt auf der Bühne im Café Teufelhart stellte Jacques Bono die ganze grenzüberschreitende Bandbreite seines Instruments vor. Klassische Werke wechselten mit Eigenkompositionen und Improvisationen ab und bewiesen die Emanzipation des E-Bass vom Begleitinstrument zum ernst zunehmenden Solo-Instrument.
Eigentlich wollte er als Junge ja Pianist werden, doch zuhause fehlte das Geld für ein Klavier, erzählte der gebürtige Franzose. Deshalb schenkte die Mutter ihm eine Gitarre, und, wie bei fast jedem Jungen sei sein Urwunsch die Rockmusik gewesen. Seit zehn Jahren kreist seine Musik allerdings um Bachs Cellosuiten. Er habe die Noten gelesen und, ohne sie je gehört zu haben, es gewagt sie auf dem E-Bass zu spielen. Mittlerweile hat er die ungewöhnlichen Interpretationen auch in Kirchen in Thüringen aufgeführt. Und dort, wo der große Bach einst selbst konzertierte, habe er Ehrfurcht vor dessen Musik empfunden, so Bono.
Vielleicht wirkt er deshalb so ernst und konzentriert, wenn er die Courante oder die Sarabande auf dem E-Bass spielt. Mit grifftechnischen Finessen modernisiert Bono die Klassik, ohne sie zu stark zu verändern. Dabei ist Bonos Interpretation keineswegs akademisch, sondern absolut frei.
Emotionsgeladen sind dagegen seine Eigenkompositionen. In ihnen lotet er sämtliche Möglichkeiten aus, spielt sie von melancholisch-leise bis hin zum metallischen Rockriff, oder er gebraucht den E-Bass als Perkussionsinstrument und schlägt mit den Händen auf die Saiten und auf den Corpus und dämpft die Töne oder lässt sie in voller Lautstärke strömen. Er brauche nur vier Noten, um etwas zu spielen, fordert Bono das Publikum auf, ihm eine beliebige Vorgabe zu machen. Und aus einer schier unmöglichen Notenkombination kreierte er eine spritzige Funk-Improvisation, differenziert Rhythmus und Lautstärke, wird immer leiser, bis sich der letzte Ton kaum hörbar verflüchtigt.
Aber wenn er breitbeinig da steht, wie ein Edelrocker wild mit dem Arm rudert und in die Saiten haut, dann bricht in ihm der Urwunsch nach schnörkelloser, harter Rockmusik durch. Zerschmettert hat er das Instrument Gott sei Dank nicht.
Münchner Merkur/Dachauer Nachrichten 2. November 2006


Das Kieler Musikgeschäft InSound feierte sein 20-jähriges Bestehen in der Halle400

[..] Eine angenehm quirlige Atmosphäre herrscht kurz vor dem Auftritt von Jacques Bono, dem gebürtigen Franzosen und Wahlbayer, der für seine Übersetzungen klassischer Cello-Musik auf dem E-Bass berühmt ist und mittlerweile solo ganze Konzertsäle füllt.

"Da isser!", ruft einer begeistert. "Huh", jauchzt es aus den klatschenden Reihen.

Bono zupft die Saiten seines roten Status-Bass' mit flinken Fingern, versunken in seinem Tun, einsam auf der großen Bühne. Spielt seine Läufe, wischt mal mit der ganzen Hand, scratcht mit den Fingernägeln über die Saiten und erzeugt damit gekonnt allerlei Effekte. Gibt eine sensationelle Vorstellung dessen, was auf dem Viersaiter möglich ist. Mit ganzem Körpereinsatz übersetzt er Emotionen, von verzweifelter über kontrollierte bis hin zu explodierender Wut. Legt den Bass auf den Schoß und trommelt mit flachen Händen, mit dem Ellbogen auf dem Stimmkörper, lässt so eine ganze Rhythmusfraktion erklingen. Aus Bach-Suiten fürs Cello macht er auf seinem Bass einen "Headbanger's Bach", holt sechs Jungs aus dem InSound-Team nach vorne, die moschend den Rock in klassischer Musik demonstrieren – Chef Jörg animiert er gar zum Stage Diving. "Wahnsinn!", raunt es anschließend anerkennend in den Reihen.
Kieler Nachrichten 8. August 2006


Thüringer Orgelsommer ermöglichte ein ungewöhnliches Konzert in Suhl
Bachs Cello-Suite auf E-Bass

SUHL – Haben Sie schon einmal Bachs Musik auf dem E-Bass gehört? Unvorstellbar? Keineswegs. Wie faszinierend dies klingt, konnte man bei einem Konzert in der Suhler Hauptkirche erleben.

Der Thüringer Orgelsommer, der am Samstag mit einem Konzert in Arnstadt zu Ende geht, machte es möglich. Gottfried Preller, in dessen Regie der Orgelsommer liegt, hatte jenen Musiker, dem dieses Kunststück gelingt –Jacques Bono aus München – eingeladen. Im vorigen Jahr war Bono erstmals beim Orgelsommer und verblüffte die Zuhörer damit: E-Bass und Bach. Diesmal nun auch ein Konzert in Suhl. Gerade weil dies höchst selten zu erleben und Bono ein exzellenter Musiker ist, war es schade, dass nur wenige Zuhörer am späten Samstagnachmittag den Weg in die Kühle der Suhler Hauptkirche fanden.

Mainstream-Musik ist dies natürlich nicht (und für konservative Klassik-Freaks vielleicht irritierend), obwohl Bono, der eigentlich vom Jazz, Rock und Pop kommt (u.a. bei Reinhard Fendrich, Volker Lechtenbrink und Lisa Fitz spielte) Bach auf dem E-Bass immer auch in Rockkonzerte einstreut. Was stets begeistert ankommt, wie er in einem Gespräch versicherte. Auf seiner ersten CD "Breaking free" hat er verschiedene Cello-Suiten Johann Sebastian Bachs eingespielt, das bescherte ihm lobende Kritiken in der Presse. Bono brachte damit das Kunststück fertig, dem E-Bass, eigentlich ein typisches Begleitinstrument der Unterhaltungsmusik, eine Solo-Funktion zu geben und im wahrsten Sinne des Wortes neue Saiten zu erschließen. Auf seiner zweiten Solo-CD "Bono & Bass" die dieses Jahr erschien, ging er noch weiter – er griff sich auch eine Cello-Suite des Avantgardisten György Ligeti und präsentierte erstmals stilistisch verschiedene eigene Kompositionen. Ausgereizt ist dies Feld mit Sicherheit nicht.

Im Suhler Konzert spielte er Prelude, Allemande und Courante aus der 5. Cello-Suite von Bach. Erstaunlich, wie Bachs flächige Klangstrukturen einen ganz eigenwilligen Kosmos auf dem E-Bass entwickeln. "Bei Bach steht schließlich nicht das Instrument im Vordergrund, sondern die Musik", begründet Jacques Bono seinen Zugriff.

Dabei erweist er sich als ein sicherer Wanderer zwischen Bach und Moderne. Die Eigenkomposition "Evelyne" zeigt dies oder auch die sphärischen "Strings".

Oben auf der Empore sitzt ein junger Organist, Oliver Scheffels, Kantor in Greiz, und spielt beherzt und hingebungsvoll den klassischen Bach und Werke seiner Zeitgenossen. Vom Klang der Wagner-Orgel sind die beiden so unterschiedlichen Künstler, die hier erstmals gemeinsam musizierten, fasziniert.

Mit dem Programmheft hatte mancher Besucher aber ein Problem und rätselte, welches Werk gerade erklang. – Bleiben wir bei Bach, Bono und Bass ...
Freies Wort Online 2. August 2006


Jacques Bono&Bass

Bono&Bass

Der Münchner Bassist und Fachbuchautor Jacques Bono legt mit "Bono&Bass" seine zweite Solo-CD auf den Verkaufstresen. Verblüffte er auf seiner Debutscheibe nicht nur die Fachwelt durch rasend schnelle und ausgefeilte Interpretationen der Musik von Johann Sebastian Bach, wurde das spielerische Spektrum auf "B&B" erheblich erweitert. Gleich im zweiten Stück der Eigenkomposition "Heftig Baby" wird kräftig der Verzerrer getreten und Herr Bono überfällt uns mit heftigen Tönen.
Neben den neun Stücken aus eigener Feder erklingen diesmal keine klassischen Stücke von Bach, dafür jedoch von Rimski-Korsakow (der legendäre "Hummelflug"), von Mozart, und als "Kronjuwelen" zwei Werke des Ungarn Ligeti, die der Meister ursprünglich für Cello geschrieben hatte. JB erzielt einen klaren Basston nach wie vor durch den Einsatz eines Status-Viersaiters und eines Eden Metro-Combos. Keine Frage: Bono hat sich abermals kräftig weiterentwickelt und darf als einer der besten Bassisten des Landes gelten!
Bassprofessor 1/2006


Bono Klangästhetik
Neue CD

Nach der CD "breaking free", mit der sich Bono auf Interpretationen von Bach-Suiten konzentrierte, liegt der Schwerpunkt jetzt auf klangästhetischen Eigenkompositionen. Auf dem E-Bass gespielte Klassik, mit der Bono bekannt wurde, kommt aber auch nicht zu kurz. Multistilistisch schlägt der Solist den Bogen von der Klassik zur Gegenwart und schafft eine von Spannung getragene Einheit. Dynamische Stücke wechseln mit langsamen, melodischen Nummern.
Ein guter Einstieg ist das rhythmisch betonte "Funk You", dessen Groove das fantastische "Bass no Drums" aufgreift und bis an die Grenze der musikalischen Möglichkeiten weiterentwickelt. Dieses Stück ist vor allem beim Live-Auftritt eine Sensation. Bono nutzt nicht nur die Saiten, sondern den ganzen E-Bass, um knackigen Drive zu erzeugen. Er schlägt mit der flachen Hand auf den Korpus und macht den E-Bass zum Percussionsinstrument.
Melancholisch-verträumte, elegante Linien kennzeichnen dagegen "Silly my Love" oder "Evelyne". In "Heftig Baby" zollt Bono nach einem täuschend zahmen Anfang dem wilden Naturell des E-Bass Tribut. Schwerelos gespielt sind die Mozart-Sonaten, deren aparte Polyphonie Bono zunächst reduziert und elegisch interpretiert und dann in schwindelerregend schnelle Läufen und grifftechnischen Finessen übersetzt. Mit den "Sonaten for Violoncello Solo" von György Ligeti huldigt Bono einem Klassiker des 20. Jahrhunderts. Fein differenziert er Rhythmus und Lautstärke und bringt die von wechselnden Dynamiken durchsetzten, raumgreifenden Kompositionen zum Schwingen. In Rimskij-Korsakows Hummelflug lässt Bono den Bass so identisch brummen, als ob tatsächlich ein Schwarm Hummeln durchs Zimmer fliegt.
Bono&Bass ist ein emotional gereiftes und eher lyrisches Werk.
(Münchner Merkur/Dachauer Nachrichten)


Eine ungewöhnliche Liebe
Jacques Bono entwickelt seinen Bass zum Soloinstrument und wagt Stilmischungen von Jazz, Pop und Klassik

Die Entwicklung der Musik ist kein automatischer Prozess. Sie ist stets an das innovative Schaffen einzelner Musiker gebunden, die das Wagnis eingehen, vollkommen neue, außergewöhnliche Wege zu beschreiten und die Musik aus einem tradierten Formschema zu befreien. [..]
Denn dieses Instrument und seine musikalischen Möglichkeiten sind für Bono Mittel genug, um eine komplexe Musik entstehen zu lassen. Der Bass wird aus dem musikalischen Bandkontext herausgelöst, von der Reduktion auf eine Begleitfunktion befreit und als Soloinstrument zum Transportmedium für Bonos Gefühle. Musikalisch äußert sich diese Gefühlswelt in einem unmittelbaren, bewusst gnadenlosen Zusammenstoß unterschiedlichster Spielweisen und damit verbundener klanglicher Stimmungen. So verbinden sich beim programmatischen Song über die Freiheit die Monotonie eines ostinat wiederholten Motivs und das Durchschreiten extremer Lautstärkebereiche zu einem eindrucksvollen musikalischen Ausdruck großer Verzweiflung und Wut. Die erreicht in einem nahezu brutalen Schluss den Höhepunkt, indem Bono seinen Bass zu Boden wirft.
Das ist eine ungewöhnliche Art, die Liebe zu seinem Instrument zu zeigen. Doch ist sie ein nahezu unverzichtbarer Bestandteil eines Prozesses, in dem Bono seine Bassgitarre in all ihren Facetten musikalisch erforscht, ja gleichsam seziert. Denn Bono scheut auch das leise Extrem keineswegs, wie die Adaption barocker und klassischer Instrumentalmusik mit Skalen von Mozarts "Alla turca" aus der A-Dur Sonate für Klavier, KV 331, belegt.
(Süddeutsche Zeitung)


Jacques Bono - DER BASSTITAN

Staunende Ohren, offene Münder und jede Menge Zugaben: Bach, Ligeti und Eigenkompositionen in einer atemberaubenden Soloperformance. Der ex-Reinhard Fendrich [..] und Ali Khan-Bassist bot Weltklasse auf Teufelharts Bubu Bühne.
(KULTUR Heftnummer 5/1.2.-31.3.05)


Exquisites Klangerlebnis

Jacques Bono beherrscht Töne und Publikum

Mit einem gewaltigen Schlag in die Saiten eröffnet er das Konzert, dann fährt er mit den Fingerkuppen der Länge nach über seinen E-Bass. Es folgt ein sanftes Vibrato als Überleitung zu einer geschmeidigen Suite von Johann Sebastian Bach, deren verwobene Linien er mit schwindelerregend schnellen Griffen spielt. Auf der Bubu-Bühne des Café Teufelhart gab der E-Bassist Jacques Bono ein begeisterndes Konzert mit Stücken aus der Klassik und aufregenden Eigenkompositionen.

Die Entwicklung "vom Begleitinstrument zum kleinen Orchester", wie Tontechniker Donald Wagner ankündigte, war nicht zuviel versprochen. Bono macht aus seinem E-Bass nicht nur ein ernst zu nehmendes, konzertantes Solo-Instrument, sondern offenbart grenzüberschreitende Interpretationen, die von der ersten bis zu letzten Minute spannend sind. Auf den vier Saiten seines Insrumentes gab Bono mit grifftechnischen Finessen einen Eindruck, wie modern Klassik sein kann.
Mittelpunkt seines Repertoires sind seit je her die Violoncello-Suiten von Bach, die er für sein Instrument neu arrangierte und denen er durch das metallene Brummen eine völlig neue Klangfarbe verleiht. In Anlehnung an Bachs "Kunst der Fuge" hat er das Lehrbuch "Die Kunst des Grooves" für E-Bass geschrieben. Drahtig und dennoch weich, ja poetisch, spielt er ein Capriccio von Alfredo Piatti und ein Stück des 1923 geborenen Komponisten György Ligeti. Mozarts sittsames und elegantes "Alla Turca" wurde zum aufregenden Flirt mit groovendem Rock-Sound - "mein Beitrag zum EU-Beitritt der Türkei", so der gebürtige Franzose.
Ein Höhepunkt seiner Kunst sind jedoch Bonos eigene Werke. Atemberaubend und emotionsgeladen lotet er darin alle technischen Möglichkeiten seines Instrumentes aus, spielt in unglaublicher Bandbreite, von melancholisch-leisen Passagen bis hin zu metallischen Rockriffs. Packend und virtuos klingt es, wenn Bono den E-Bass flach auf die Oberschenkel legt und ihn zum Percussioninstrument macht. Er schlägt mit den Händen auf die Saiten und malträtiert das Instrument von vorne und hinten so lange, bis er zum Schluss zur Zange greifen muss, um es wieder zu reparieren.
Er brauche nur vier Noten, um etwas zu spielen, forderte Bono das Publikum auf, ihm eine beliebige Vorgabe zu machen. Und aus einer schier unmöglichen Notenkombination kreierte er eine spritzige Funk-Improvisation. Stets ist Bonos Sound melodiös, niemals schrill oder kreischend. Er lässt den Tönen viel Raum, so dass die Musik zum Atmen kommt. Fein differenziert er Rhythmus und Lautstärke, wird immer leiser, spielt schließlich "unplugged", bis der letzte Ton kaum mehr hörbar zu verschwinden droht. Doch dann fängt Bono ihn mit den Fingern aus der Luft, steckt ihn in den Mund und isst ihn auf. So hält er ihn für immer fest und kann ihn beim nächsten mal wieder zu groovigem Leben erwecken.
(Dachauer Nachrichten, 22. Dezember 2004)


Ein Poet am Elektrobass

Virtuos: Der Bassist Jacques Bono

Seine Solokonzerte [..] sind schon fast Kultveranstaltungen. Wenn Jacques Bono mit seinem Instrument auf der Bühne steht, dann braucht es dort sonst nichts mehr. Der "Poet auf dem E-Bass", wie ihn ein Kritiker einmal nannte, spielt von Bach über Funk, Rock oder Jazz alles, was das Instrument hergibt, mit atemberaubender Virtuosität.
(Abendzeitung 6. Oktober 2004)


Vom Bass erstaunt

Jacques Bonos beeindruckendes Gastspiel in Gröbenzell

Dass sich die Bassgitarre, vor über einem halben Jahrhundert von dem Amerikaner Leo Fender erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt, auch zum Soloinstrument eignen würde, hat sich wohl deren Erfinder in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können. Fünf- oder sechssaitig zog sie als ein begnadeter Teil der Rhythmus-Sektion ihren Siegeszug um die Welt an, beeinflusste maßgeblich den Rock'n Roll, erdete dröhnend den Funk, brachte den Rhythm & Blues in rauschhaften Schwung und hielt auch in den Jazz, hin und wieder gar solistisch, siegreich Einzug. Von all diesen Einflüssen lebt das Spiel des begnadeten Bassisten Jacques Bono [..].
Doch Bono macht nicht an den populären Barrieren seines Instrumentes halt. Neben der trocken groovenden Slap-Technik, oder den melodiös singenden, immer ein wenig melancholisch wirkenden Basslines, wagt sich der aus einer französischen Artistenfamilie stammende Münchner in die Nähe der Klassik und lässt in Johann Sebastian Bachs Cello-Suiten sein tief tönendes Instrument wie eine verzauberte Laute klingen. Virtuos und mutig reißt er damit Grenzen nieder, befreit den Bass aus seiner starren, gewöhnlichen begleitenden Funktion. Dann plötzlich scheinen Blues und Bach, Swing und Soul ganz nahe Verwandte.
Bono setzt mit seiner Bass-Kultur neue instrumental-stilistische Marksteine [..]. Respekt!
(Süddeutsche Zeitung 23. September 2004)


Bach in Originaltonart

Die neue CD des Bassisten Jacques Bono

Bach auf dem E-Bass? Das klingt ja geradezu pervers. Genauer gesagt, nur die Verbindung des Rockerprobten Instrumentes mit Bach erscheint auf den ersten Blick pervers, Bachs Musik auf der Electric Bass Guitar gespielt, klingt dagegen erstaunlich gut.
Jacques Bono, der bekannte E-Bass-Spezialist, ist auf die Idee gekommen, ausgewählte Sätze aus den sechs Suiten für Violoncello solo von Johann Sebastian Bach auf dem Electric Bass zu spielen. Er tat es live im Konzert mit großem Erfolg und legt nun seine CD mit den Stücken dieses Konzerts vor.
Jacques Bono spielt vor allem Sätze aus Bachs Cellosuite c-Moll (Nr.5), nämlich Prelude, Allemande, Courante, Sarabande. Die jede Suite traditionell abschließende Gigue entnahm er der selten gespielten Suite Nr. 4 in Es-Dur. Außerdem sind die erste und die dritte Suite mit besonders glänzenden Sätzen vertreten. [..]
Der unmittelbare Vergleich zwischen Bachs Lautenfassung und Bonos Interpretation auf dem E-Bass ist aufschlussreich. Bono hat sich von der ursprünglichen Fassung für Violoncello solo weniger weit entfernt als Bach mit seiner Bearbeitung für Laute. Bach musste die Cellosuite in c-Moll für die Laute von c-Moll nach g-Moll transponieren, Bono kann bei der Originaltonart bleiben. Auf der Laute klingt die Suite leichter, eleganter, sie erlaubt schnellere Tempi, der E-Bass dagegen ist volltönender, dem Celloton nahe, schwerer. Doch mit welcher Geläufigkeit Bono das C-Dur-Prelude (Suite Nr.3) durchrast, erregt volle Bewunderung. [..]
Die Sarabande ließ er (Bach) unangetastet. Vermutlich befürchtete er (nach Hans Vogt), "durch Auskomponieren von Harmonien die Konzentration der einstimmigen Cellofassung zu verwässern und damit die Aussage dieses großen Satzes zu verkleinern". Jacques Bono hat die besondere Größe dieses Satzes ebenfalls erfasst. Er spielt ihn sehr getragen und unterstreicht mit Halleffekt die Würde dieser Sarabande.
Bonos CD ist also nicht etwa als Kuriosität anzusehen, sondern ist als ernsthafter und sehr gelungener Versuch, Bach auf einem Cello-nahen Zupfinstrument darzustellen, jedem Bach-Freund zu empfehlen.
(Süddeutsche Zeitung 8. Dezember 2003)


Bach auf dem E-Bass

Jacques Bonos Faszination für das Instrument

Es wird von ihm gestreichelt, geschlagen, gezupft, dient als Projektionsfläche für Gefühle, ist Vehikel für tollkühnste Artistik. Jacques Bono liebt den Bass und erforscht wie am Freitagabend während seiner Solo-Performance und CD-Vorstellung im Dachauer Ludwig-Thoma-Haus leidenschaftlich dessen Anatomie. Dabei scheint es fast nebensächlich, welche Musik er auf ihm spielt. [...]
Mit einer Perfektion und Leichtigkeit interpretierte Bono die Klassiker, dass es fast in Vergessenheit geriet, es hier immerhin mit dem "Alten Testament des Cellospiels" zu tun zu haben.[...]
(Süddeutsche Zeitung)


Virtuose Klänge von vier E-Bass-Saiten

Jacques Bono im Solo-Konzert

Bei einem Solo-Konzert im Thoma-Haus stellte der Münchner Bassist Jacques Bono sein neues Projekt "Breaking Free" vor. Einst als Begleitung mutiert Bonos E-Bass zum wahren Solo-Instrument und offenbart beeindruckende grenzüberschreitende Interpretationen, in denen er schon mal zum Schlagzeug wird. Auf den vier Saiten seines Instrumentes zauberte Bono unter unglaublichen grifftechnischen Verrenkungen und in Schwindel erregendem Tempo eine klangliche Bandbreite, die einem Kammerorchester alle Ehre machen würde.
Im Mittelpunkt von Bonos CD-Debut stehen die Violoncello-Suiten von Johann Sebastian Bach, deren komplexe Literatur der Ausnahmemusiker für sein Instrument arrangierte und ihnen durch das metallene Brummen eine völlig neue, moderne Klangfarbe verlieh. [...] Neben der Präsentation der CD-Einspielungen bot der "Poet auf dem E-Bass" emotionsgeladene Eigenkompositionen aus dem Blues-, Hard-Rock- und Metall-Bereich mit schrill jaulenden Rockriffs und melancholischen Passagen [...].
(Dachauer Nachrichten)


Konzertgitarre? Nein, E-Bass! JACQUES BONO interpretiert Bearbeitungen von J.S. Bachs Violoncello-Suiten, ein hypervirtuoses Capriccio von A. Piatti und ein eigenes Werk. Mit drahtigem Ton, meist (Repertoire-bedingt) in hohen Lagen spielend, überzeugt Bono, weil er viel Raum zwischen den Tönen und die Musik atmen lässt.
Interessante, sehr klare Chillout-Variante: "Breaking Free"
(Gitarre&Bass)


Durchbruch zu einer neuen Klangerfahrung

Jacques Bonos Debut-CD "Breaking Free" setzt Maßstäbe - mit Kompromissen

Nach mehreren Auftritten in der Pasinger Fabrik ist die Show von Jacques Bono beinahe Kult.
Wenn man den Ausnahmemusiker auf der Bühne erlebt, fürchtet man nicht nur, dessen Finger könnten bei seinen grifftechnischen Verrenkungen brechen, es ist auch ein Durchbruch für seinen E-Bass - der einst nur begleitend zum wahren Soloinstrument mutiert.
"Breaking free" heißt nicht umsonst Bonos Debut-CD, die über die Website "Jacquesbono.com" und im Handel erhältlich ist.
Die Cello-Suiten von Johann Sebastian Bach stehen auf der CD im Mittelpunkt. Bono arrangiert die komplexe Literatur für seinen Bass, und zaubert aus seinen vier Saiten eine klangliche Bandbreite, die so manchem Kammerorchester Ehre machen würde. Das metallene Brummen des Basses gibt dabei Bachs Werken eine eigene, neue Klangfarbe, die den Kompositionen etwas Modernes verleiht. Auch ein Stück von Alfredo Piatti ist zu hören, in schwindelerregendem Tempo klopft Bono die Basslinien auf sein Instrument, die längst keine üblichen Basslinien mehr sind, sondern den Melodieläufen einer spanischen Konzertgitarre um einiges ähnlicher.
Schade nur, dass Bono das "Breaking Free" seiner CD nicht in letzter Konsequenz durchzieht. So fehlen die in seinem gleichnamigen Programm enthaltenen Ausbrüche wie schrill jaulende Rockriffs und emotionsgeladene Eigenkompositionen, wo der Bass schon mal zum Schlagzeug wird. Das einzige von Bono selbst geschriebene Stück auf der CD heißt "Maura", das etwas monoton und eine Spur zu melancholisch klingt. So ist "Breaking Free" auf jeden Fall ein musikalischer Durchbruch, wenn auch nicht mit ganzer Kraft.
(Münchner Merkur)


JACQUES BONO

Electric Bass Guitar

Aufmerksamen Bassleuten wird die Besonderheit dieser CD nicht entgehen. Der Münchner E-Bassist Jacques Bono spielte nämlich auf Status- und Miller-Bässen die Violoncello-Suiten von J.S: Bach ein!
Mit einer unglaublichen Technik und einem bestechenden Ton legt Bono die Messlatte für die Interpretationen der Bach-Werke fest, an denen sich bestimmt der ein oder andere schon versucht hat. Unter den zehn Nummern findet sich ein Opus von Alfredo Piatti und eine Eigenkomposition von Jacques Bono - alle andere Stücke sind Bach-Werke, die auf dem E-Bass meisterhaft interpretiert werden. Diese CD darf bereits jetzt als Bass-Meilenstein gelten!
(Bass Professor)


Ein Bassist allein auf der Bühne? Natürlich, es liegt nahe, unwillkürlich an Patrick Süskinds "Kontrabass" zu denken. Und es könnte auch gut sein, dass Jacques Bono, der in der Pasinger Fabrik ein Solokonzert unter dem Motto "Breaking Free" bestritt, eines Tages die E-Bass-Version zu dem Süskindstück liefert. Gebannt starrte man auf den schwarzen Hinterbühnen-Vorhang der Wagenhalle, genauer gesagt auf den Gitarrenhals, der durch einen Schlitz herausragte; eine Hand folgte ihm entlang, tremolierend, trommelnd, rasant fingernd. Und die Lautsprecher auf der Vorderbühne offenbarten allerlei Spezialeffekte. Erst nach diesem spektakulären Auftakt kam Bono selbst auf die Bühne und tauchte ein in die Musikgeschichte weit vor der Geburt des E-Basses. Eine Violoncello-Suite von Bach auf dem metallen-neutönenden E-Bass zu hören, ist gewöhnungsbedürftig; zumindest wenn man Versionen auf weichen Darmseiten im Ohr hat.
Aber Bono belohnt diejenigen, die sich auf seinen Sound einlassen. Denn die Logik des Altmeisters versteht er überzeugend auf sein Instrument zu übertragen, sein E-Bass-Spiel verblüfft durch musikalischen Atem. Und dann ist da noch der andere Bono, der gewitzte Performer. Seine Improvisationen zwischen Samba-Rhythmus und Blues-Melancholie öffneten ein weites Spektrum an E-Bass-Stilistik. "Sag zum Abschied leise Servus", hieß die Zugabe nach begeistertem Applaus. Und die AC/DC-Anmutung war pikanterweise besonders laut.
(Süddeutsche Zeitung)


Jacques Bono ist ein Poet auf dem E-Bass. Dieses meistens sehr hart und laut gespielte Instrument, das dabei Schlagzeug und Bass in einem ist, und Poesie - wie reimt sich das zusammen? Bei Bono reimt es sich sehr gut zusammen, auch das Laute hat bei ihm Berechtigung, etwa als verzweifelt schmerzvoller Aufschrei bei dem Gefühl, "wenn man von jemandem die Freiheit geschenkt bekommt, die man aber gar nicht wollte." (Bonos Umschreibung des Stückes "Sudden Freedom").
(Süddeutsche Zeitung)


Ein Musikgenuss der ungewöhnlichen Art. Jacques Bono verzückt mit seinem Elektrobass die Besucher des Mittwochskonzerts im Theater an der Rott.
(Rottaler Zeitung)


Bono spielt verdammt virtuos. Jacques Bono ist ein Poet auf dem E-Bass - umwerfend.
(Süddeutsche Zeitung)


Der E-Bass wird zum Soloinstrument. Jacques Bono spielt Klassik und Heavy Metal auf vier Saiten. Eine Klangbreite, die manche Musiker nicht auf sechs Saiten aus ihrem Instrument herausbekommen, spielt Jacques Bono auf vier - auf dem Elektrobass. Der gefeierte Bassist solo ist Mittwoch und Donnerstag, 2. und 3. Oktober, um 20 Uhr, mit seinem Klassik-Projekt "Breaking Free" in der Pasinger Fabrik zu Gast.
Wie die Finger von Bono sich bei den Barrees über mehrere Bünde verrenken, ist schier unglaublich, "ich wende eine Kombination aus verschiedenen Techniken an, um die Suiten auf dem E-Bass spielen zu können", erklärt der Künstler. Als Ausgleich zum strikten Bach kombiniert Bono sein Klassik-Programm mit Eigenkompositionen aus dem Blues, Hard-Rock und Metall-Bereich. "Bei meiner Show sollen die Leute was erleben." Und das tun sie auch, wenn Bono seinen E-Bass mit durch die Luft wirbelndem Arm bearbeitet, Rock- und Metallriffs seinem Instrument entlockt, die manchen Sologitarristen vor Neid erblassen lassen würde.
Der aus einer Zirkusfamilie stammende Musiker hat noch viel vor. So soll bald die erste CD aufgenommen werden. Auch sieht Bono das Klangpotential seines Instrumentes längst nicht ausgeschöpft. "Den Bass kann man auch wie eine Trommel als Klangkörper verwenden", sagt der Bassist, der seinem Instrument auch treu bleiben will. "Bass ist das einzige, was ich gut kann." Gut - eine leichte Untertreibung.
(Münchner Merkur)